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Nachwuchs will Imagewandel: „Es geht uns um gesunde Tiere und Verantwortung, nicht um die dicksten Traktoren"

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Minister Lies unterstützt Forderungen von den jungen Landwirten und Unternehmern nach mehr Offenheit und Zusammenarbeit - Niedersachsen muss vorangehen

Junglandwirte wollen Imagewandel1 netVechta/Oldenburg/Hannover. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) will Forderungen von jungen Landwirten und Jungunternehmern nach noch mehr Transparenz und Dialog vom Stall bis zur Ladentheke unterstützen. Hier sei in der Vergangenheit von Politik, Markt und Gesellschaft einiges versäumt worden, räumte er im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Oldenburg mit dem Titel Agriglobal in Hannover ein.

In dieser Einschätzung waren sich der Minister, die wirtschaftspolitischen Sprecher aller Parteien im niedersächsischen Landtag, der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums sowie des Handels, der Medien und der Wissenschaft auf dem Podium einig.

Nur eine absolute Offenheit in allen Prozessen gegenüber der Gesellschaft, mehr Vertrauen untereinander und auch die Zusammenarbeit mit wichtigen Institutionen wie den Kirchen als Mahner der Schöpfung sei erfolgsversprechend, betont Claus Schmoldt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft junger Landwirte aus Stade: „Es geht uns um gesunde Tiere und Verantwortung, nicht um die dicksten Traktoren."

Ein Dialogforum wie Agriglobal mit jungen Vertretern aus Landwirtschaft, weiterverarbeitenden Betrieben, Handel , Wissenschaft, Kirchen und weiteren gesellschaftsrelevanten Gruppen solle daher nach seiner Auffassung institutionalisiert werden und ein gemeinsames Leitbild mit einem gemeinsamen Ziel für die Branche erarbeiten.

„Wir sehen uns nicht nur als Erzeuger der Nahrungsmittel in der Pflicht, sondern auch für Natur- und umweltschonende und ethisch vertretbare Herstellungsverfahren im Einklang mit der Natur", so Schmoldt. Es müsse zudem deutlich werden, dass die Agrar- und Ernährungswirtschaft jetzt schon auf einem hohen Niveau wesentliche Beiträge für Wirtschaft, Umwelt, Arbeitsplatzsicherheit, Energie und Tierwohl leiste. Niedersachsen könne hier Initiative zeigen und vorangehen, denn in keinem anderen Bundesland trage dieser Wirtschaftszweig so viel zur Wertschöpfung bei wie hier.

Im Rahmen der Veranstaltung Agriglobal mit 250 Zuhörern hatten die drei Wirtschaftskammern jungen Unternehmern, Landwirten und Wissenschaftlern die Chance einer Dialogplattform geboten, um sich zu ihrer Zukunft und zur Perspektive ihrer Agrar- und Ernährungswirtschaft auszutauschen. Das sei ein großer Erfolg gewesen, bilanzierte Kammerpräsident Gerhard Schwetje sehr zufrieden: „Wir hatten uns einen offenen Austausch über die jungen Ideen, Wünsche und Sorgen erhofft und diesen nun angestoßen."

Foto:
Junglandwirte wie Claus Schmoldt und Carl-Philipp Federolf wollen einen Imagewandel. Foto: Daniel Meier

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