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Hohe Wertigkeit beruflicher Weiterbildung wird gestützt

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Hoffschroer klein

Berufliche Fortbildungen und allgemeinbildende Abschlüsse reihen sich in den DQR ein

Cloppenburg – Die zuständigen Gremien auf Bundesebene haben neue Zuordnungen von Bildungsabschlüssen im deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) vorgenommen, die die hohe Wertigkeit beruflicher Weiterbildung stützen.
Der DQR ist ein Instrument zur Verbesserung der Vergleichbarkeit von allgemeinen, akademischen und berufsbildenden Qualifikationen. Der DQR hat dabei rein orientierenden Charakter. Das System der abschlussbezogenen Zugangsberechtigungen in Deutschland ändert sich durch den DQR nicht.

Um transparenter zu machen, welche Kompetenzen im deutschen Bildungssystem erworben werden, definiert der DQR für acht aufeinander aufbauende Niveaus jeweils eine spezielle Anforderungsstruktur. Dabei geht es vor allem darum, in welchem Grad die Absolventinnen und Absolventen in der Lage sind, mit Komplexität und unvorhersehbaren Veränderungen umzugehen, und mit welchem Grad von Selbständigkeit sie in einem beruflichen Tätigkeitsfeld oder in einem wissenschaftlichen Fach agieren können. Darüber hinaus werden die Niveaus über Indikatoren aus den Bereichen Fachkompetenz und personalen Kompetenz definiert.


Im Sommer 2017 wurde nach einem langjährigen Moratorium nun die Zuordnung der allgemeinbildenden Abschlüsse im DQR beschlossen. Der Hauptschulabschluss wurde DQR-Niveau 2, der Mittlere Schulabschluss DQR-Niveau 3 und die Fachhochschulreife, die Fachgebundene Hochschulreife sowie die Allgemeine Hochschulreife DQR-Niveau 4 zugeordnet. Des Weiteren wurde die Zuordnung von 13 Fortbildungsqualifikationen gemäß § 42 HwO bzw. § 54 BBiG zu DQR-Niveau 6 beschlossen.

„Damit sind weitere Berufsbildungsabschlüsse auf einem Niveau mit dem akademischen Bachelor zugeordnet. Dies belegt nicht nur die hohen Anforderungen, die auch wir im Handwerk an die entsprechenden Weiterbildungen stellen, sondern ebenso, dass unsere Absolventen sich nicht hinter den Studierenden verstecken müssen. Gerade der große Praxisbezug, den wir im Berufsbildungssystem einfordern, ist auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt“ erläutert Dr. Michael Hoffschroer, der in seiner früheren Tätigkeit bei verschiedenen wissenschaftlichen und bildungspolitischen Einrichtungen an der Entwicklung des DQR maßgeblich beteiligt war, die weitergehende Aussage der nun vorgenommenen Ergänzungen des DQR.

Weitere Informationen zum DQR unter www.dqr.de

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