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IHK: Sechs Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen

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Oldenburg. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Oldenburger Land in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken. 124 Unternehmen meldeten Zahlungsunfähigkeit an (minus 6,1 Prozent). Das berichtet die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) auf Grundlage der Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.

„Das ist die niedrigste Zahl an Unternehmensinsolvenzen seit 1993“, berichtet IHK-Geschäftsführer Björn Schaeper. Die Wirtschaft im Oldenburger Land befinde sich in einer kräftigen Aufschwungsphase, die alle Branchen erfasst habe. Auch seien die Unternehmen dank einer höheren Eigenkapitalausstattung besser gegen kurzfristige Auftrags- beziehungsweise Umsatzrückgänge geschützt, so Schaeper. Niedersachsenweit fiel die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen um drei Prozent.

„Die Insolvenzentwicklung war regional betrachtet uneinheitlich“, kommentiert Schaeper die Zahlen. Deutlich weniger Unternehmensinsolvenzen gab es im Landkreis Vechta (Rückgang von 19 im Vorjahreszeitraum auf 6) sowie in den Städten Oldenburg (von 21 auf 15) und Wilhelmshaven (von 12 auf 6). In Friesland gab es einen leichten Rückgang von 10 auf 9 Fälle.

Zunahmen verzeichneten hingegen die Stadt Delmenhorst (von 20 auf 24) sowie die Landkreise Wesermarsch (von 8 auf 14) und Cloppenburg (von 15 auf 23). In den Landkreisen Ammerland und Oldenburg blieb die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 15 beziehungsweise 12 konstant.

Im Dienstleistungsbereich gab es 51 zahlungsunfähige Unternehmen (Vorjahreszeitraum 47), im Handel 26 (29), im Baugewerbe 20 (23), in der Verkehrs- sowie Informations- und Kommunikationsbranche 11 (13) und im Gastgewerbe 10 (14). In der Industrie blieb die Insolvenzzahl mit 6 Fällen konstant.

Über 480 Angestellte sind von den Unternehmensinsolvenzen betroffen. Der voraussichtliche Zahlungsausfall belief sich auf rund 168 Millionen Euro.

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